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  Eintrag: 28 / 28 10:06:37 15.05.08 x
peer olsen @kerstin

"...alle hätten kommen müssen..." - richtig - so hätte es sein müssen - denke ich auch - aber offensichtlich ist da längst nicht überall genug leidensdruck - und es wurden ja auch nicht "alle" aufgerufen - im gegenteil! - man ist ja sogar stolz darauf, dass für die demo kein unterricht ausgefallen sei (haz am 8.5.200 - wenn es aber so organisiert ist, dass ausdrücklich nur die kommen sollen, die entsprechende überstunden abbummeln oder die vertreten werden können, und wenn in vielen schulen vor ort es jedem einzelnen kollegen selbst überlassen wird sich dafür zu entscheiden gegen minusstunden zu "demonstrieren", es also gar keinen "aufruf an alle" gibt, dann kommen natürlich auch nicht alle...

immerhin waren dann um 16:00 uhr sehr viele (gut 10% der lehrkräfte aus niedersachsen) vor dem landtag - beeindruckend war die stimmung und die deutliche und sehr differenzierte reaktion auf die reden - fand auch ich beeindruckend - wenn die forderung der verbände nach einer rechtssicheren vertraglichen vereinbarung für die rückzahlung des arbeitszeitkontos jetzt auch umgesetzt wird, dann war es auch eine machtvolle demonstration - wenn nicht, war es nur mächtiges getöse
Eintrag: 27 / 28 06:27:23 13.05.08 x
Vatti Hier mein Bericht zu der tollen Demo:

http://vattiweb.npage.de/lehrerdemo_5692835.html

  Eintrag: 26 / 28 10:21:09 10.05.08 x
kerstin Danke für die tolle Organisation der Demo - Wasser, Suppe, Fahnen, Ratschen, Pfeifen, Reden, Gesang....
Nachdem ich zunächst enttäuscht war, wie wenige um 13.00/14.00 vor dem KM standen, war später am Nachmittag von den Massen, die sich auf den Weg gemacht hatten beeindruckt. Toll, wie viele von Auswärts (Oldenburg, Delmenhorst...) gekommen!
Alle aus Hannover hätten dabei sein müssen. Wer nicht gekommen ist, darf auch nicht stöhnen und klagen.
  Eintrag: 25 / 28 18:29:40 09.05.08 x
Hasso Rosenthal Die Demo am Donnerstag war super!
Doch zum Kompromiss lässt sich doch einiges sagen:

Die Landesregierung hat mit der Schulstrukturreform die Schulträger in eine weitere Verschuldung getrieben und die sozial und bildungspolitisch unsinnige frühe Trennung der Kinder nach der 4. Klasse durchgesetzt.

Amateurhaft wurde das G8-Abitur umgesetzt, unter dessen Folgen ganze Schülergenerationen, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer zu leiden haben. Mit einer ganzen Batterie von zentralen Überprüfungen werden aufbauende Lehrgänge (Curricula) in vielen Jahrgängen ständig durchbrochen und verschlechtern sich die Lernbedingungen in den Schulen.

Die so genannte eigenständige Schule ist in Wirklichkeit eine überregulierte Maßnahme, die undemokratische Strukturen in die Schule trägt, die Motivation gerade auch der Kollegien und der Schulleiterinnen und Schulleiter gegen Null frieren lässt und das „Haus des Lernens“ in allen nötigen Freiheiten beschneidet, die eine fortschrittliche Bildung braucht.

Mit der Verschiebung des Ausgleichs der Arbeitszeitkonten wird das Vertrauen der Lehrerinnen und Lehrer in die Landesregierung endgültig zerstört.

So gibt es noch viele Beispiele wie die Schließung der Landeszentrale für politische Bildung oder den fast vollständigen Rückbau der Lehrerfortbildung, die deutlich machen: Diese Landesregierung ist eine Gefahr für das allgemein bildende Schulwesen.

Die vollständige Rücknahme ist das Mindeste, was wir Kolleginnen und Kollegen erwarten können. Die Kompromissformel von Eberhard, Zitat von Richard: "Gefordert wurde, dass der alte Rechtszustand umgehend wieder hergestellt und eingehalten wird. Auf die Frage, ob freiwillige Verschiebungen denkbar seien, hat E. Brandt geantwortet, wenn abweichend von der Regel des sofortigen Ausgleichs einzelne freiwillig verschieben würden, sei dieses überhaupt nur vertretbar, wenn der Zeitraum der Verschiebung nur wenige Jahre umfasse (ab 2011) und gute Zinsen dazukämen." kam in den Medien sehr zweifelhaft an. Danach sei die GEW damit einverstanden, dass der LAZKO-Rückbau grundsätzlich erst in vier Jahren möglich sei.
Die Kolleginnen und Kollegen reagieren entsprechend irritiert und empört. Nach dieser Demo (die größte seit Celle mit anderen Landesverbänden) kann nur glasklar die Formel sein: Alter Rechtszustand. Verschieben konnte man schon immer, nur hatten wir seinerzeit gesagt: Baut möglichst schnell ab, wer weiß, was kommt. q.e.d.
Gruß, Hasso
  Eintrag: 24 / 28 21:43:58 08.05.08 x
Vatti Die Demo heute in Hannover mit 11.000 Leuten war wirklich große Klasse!!!!
Ein dickes Lob für die perfekte Organisation!
DANKE!
Eintrag: 23 / 28 20:36:02 06.05.08 x
Gunnar In diesen Tagen wurde deutlich, wie wichtig eine berufständische Interessenvertretung ist. Ich freue mich, dass die Verbände und Gewerkschaften gemeinsam aggiert haben und dadurch deutlich mehr Druck ausüben konnten. Ich bleibe natürlich überzeugter GEWler ;-), aber sehe auch, dass sich eine Zusammenarbeit in gemeinsamen Angelegenheiten richtig lohnen kann. Weiter so !!!
  Eintrag: 22 / 28 19:16:20 06.05.08 x
K. Mohrdieck - Feddern Ich hoffe, am Donnerstag viele Kolleginnen und Kollegen auf den Beinen und in Hannover zu treffen !!!!! Zeigt Flagge !

Eine Frage :

Wie wird an Euren / Ihren Schulen mit der Teilnahme an der Demo umgegangen ? Sonderurlaub für gewerkschaftliche Zwecke, Minusstunden oder andere Regelungen ? Wäre interessant zu erfahren.
Eintrag: 21 / 28 22:53:03 05.05.08 x
Gerd Vathauer Sehr geehrte Frau Heister-Neumann,
lieber Herr Ministerpräsident Wulff,

ich gehe mal davon aus, dass Sie die geplante Regelung schnell wieder zurückziehen. Alles andere wäre doch unanständig und macht keinen guten Eindruck.
Man könnte ja sonst meinen, da wären die Wähler bei der Landtagswahl getäuscht worden. Schließlich war die sofortige Auflösung der angesparten Konten ja kurz vor der Wahl von offizieller Seite bekannt gegeben worden.
Also, halten Sie bitte Wort.
Bis Donnerstag in Hannover!
  Eintrag: 20 / 28 12:20:22 02.05.08 x
Heiner Köster Am 24.6.1998 (!) erhielt ich ein Schreiben der Bezirksregierung Braunschweig; unter dem Betreff "Verpflichtendes Arbeitszeitkonto; Umfang und Dauer Ihrer Ansparphase sowie Anfangszeitpunkt und Dauer Ihrer Ausgleichsphase" steht dort:

"Die von Ihnen in der Ansparphase zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden werden auf einem für Sie eingerichteten Arbeitszeitkonto gutgeschrieben und später in einer Ausgleichsphase ausgeglichen. Im Normalfall erfolgt dieser Ausgleich nach § 4 a Absatz. 3 ArbZVO-Lehr in einem der Ansparphase entsprechenden Zeitraum ab 01.08.2008."

Seit diesem Zeitpunkt musste ich jedes Jahr die Überstunden durch meine Unterschrift bestätigen und habe dies im Vertrauen auf die Abmachung getan. Bis vor wenigen Wochen schien diese Abmachung verlässlich zu sein: im Sommer würde die Ausgleichphase beginnen, andere Ausgleichlösungen konnten beantragt werden.

An diese Abmachung scheint sich die Regierung Wulff nun nicht mehr gebunden zu fühlen. Es stellt sich mittlerweile die Frage, ob diese Regierung Vertragsbruch begeht. Ich unterstütze nachdrücklich entsprechende Prüfungen der Gewerkschaft und wäre auch selbst bereit, durch ein Gericht prüfen zu lassen, ob mit der geplanten Änderung der Arbeitszeitverordnung gegen Gesetze verstoßen wird.

Eine Rücknahme der geplanten Änderung ist unerlässlich. Arbeitnehmer sollten sich auf Abmachungen mit dem Arbeitgeber verlassen können.
  Eintrag: 19 / 28 22:12:14 29.04.08 x
Reinhard Bertele Wörtliches Zitat aus der Presseerklärung der GEW und der anderen Verbände: "Mit dem Abbau der Arbeitszeitkonten müsse noch in dieser Legislaturperiode begonnen werden."
Ehrlich, ich bin entsetzt! Klingt so nicht ein fauler Kompromiss? Abbau in ein paar Jahren beginnend als Forderung vor einer machtvollen Demonstration?
Wir erleben gerade, was schriftliche Ankündigungen eines Ministers (Brief von Prof. Wernstedt zu Beginn der Arbeitszeitkonten) wert ist, wie sollen wir Lehrer und Lehrerinnen uns da auf Lösungsvorschläge einlassen, von denen wir jetzt schon wissen können, dass sie wieder nicht eingehalten werden. Eine spätere Rückgabe der Überstunden wird nicht möglich sein, da durch die bevorstehende Pensionierungswelle gar nicht genügend ausgebildete Lehrer zur Verfügung stehen.
Die Forderung muss sein: Verträge einhalten und sofort mit dem Ausgleich der Arbeitszeitkonten beginnen!
Webmaster Kommentar Sehr geehrter Kollege Bertele,

in Ihrem Eintrag beziehen Sie sich einleitend auf einen Satz aus einer Presseerklärung der GEW und der anderen Verbände. Eine solche Presseerklärung hat es nicht gegeben. Die GEW und die Lehrerverbände haben gemeinsam zu einer Pressekonferenz eingeladen und in dieser Pressekonferenz am 28.04.2008 gemeinsam Stellung genommen. Ihr Zitat entstammt einem Pressebericht, den der den Unternehmerverbänden sehr nahe stehende "rundblick" veröffentlicht hat.

Als Pressesprecher der GEW war ich bei der Pressekonferenz zugegen. Weder vom GEW-Vorsitzenden noch den Vertretern der Verbände sind irgendwelche Konzessionen gemacht oder angedeutet worden. Gefordert wurde, dass der alte Rechtszustand umgehend wieder hergestellt und eingehalten wird. Auf die Frage, ob freiwillige Verschiebungen denkbar seien, hat E. Brandt geantwortet, wenn abweichend von der Regel des sofortigen Ausgleichs einzelne freiwillig verschieben würden, sei dieses überhaupt nur vertretbar, wenn der Zeitraum der Verschiebung nur wenige Jahre umfasse (ab 2011) und gute Zinsen dazukämen.


Mit freundlichen Grüßen

Richard Lauenstein
GEW-Pressesprecher
       
 
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