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Pressemitteilungen DGB


19. Juni 2005
Rente ist kein „Gnadenbrot“

DGB-Demonstration in Hannover für eine gerechtere Rentenpolitik

2.800 Seniorinnen und Senioren haben am 18. Juni in Hannover für eine gerechtere Sozial- und Rentenpolitik demonstriert. Auf der Kundgebung an der Goseriede kritisierte der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle die finanziellen Einschnitte, die Rentnerinnen und Rentner in den letzten Jahren verkraften mussten. Nullrunden sowie Belastungen durch erhöhte Versicherungsbeiträge und durch die Gesundheitsreform machten sie zu den Verlierern der so genannten „Reform“- Politik. Die gesetzliche Rente liege mittlerweile für viele Menschen nur noch knapp über der Sozialhilfe. Es dürfe nicht sein, dass Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, in die Altersarmut abrutschten.

Tölle wies Überlegungen, noch stärker bei den Renten zu sparen, strikt zurück: “Die aktuelle Politik geht schon eindeutig zu Lasten von Rentnerinnen und Rentner. Ihnen können nicht noch mehr Einschnitte zugemutet werden.” Auch die Forderung der Union nach einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit sei keine Lösung für die Rentenkassen. Wer angesichts von mehr als fünf Millionen Arbeitslosen fordere, dass Menschen erst mit 67 Jahren in Rente gehen, handele zynisch. Die 'Rente mit 67' strapaziere den Arbeitsmarkt aufs Äußerste.

Um die Finanzierung der Rentenkassen zu sichern, forderte der DGB-Vertreter eine allgemeine Solidarversicherung, die auch Selbständige, Beamte, Politiker und geringfügig Beschäftigte einschließe. Nur so könnten die Einnahmen der Rentenkasse und damit der Lebensstandard von Jung und Alt gesichert werden.

 

   
   
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