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Entlastung für Schulleiterinnen
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23.04.2012
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Novelle Niedersächsisches Schulgesetz
13.
Oktober 2005 Die Delegierten der LDK beschließen folgende Resolution: Die GEW setzt sich für die Qualitätsentwicklung von Schule ein und hat deren Grundsätze und Voraussetzungen in dem Konzept „Demokratische Schule – eine Schule für alle“ formuliert. Das von der niedersächsischen Landesregierung geplante Vorhaben der eigenverantwortlichen Schule ist mit diesen Grundsätzen nicht vereinbar, denn der geplante Paradigmenwechsel im Bildungswesen führt weder zu einer wirklichen Qualitätsverbesserung, noch zu einer wirklichen Eigenverantwortlichkeit oder zu mehr Chancengleichheit. 1. 2. Die geplante output-orientierte Steuerung durch Schulinspektion,
Bildungsstandards, Vergleichs- und Abschlussarbeiten setzt Schulen
zwangsläufig der Konkurrenz untereinander aus, ohne dass
Umfeldbedingungen berücksichtigt werden. Der Staat gibt
seine Pflicht in staatlichen Schulen zum sozialen Ausgleich beizutragen
weitgehend auf, wenn er Schulen in sozialen Brennpunkten oder
in unterentwickelten Regionen dem Wettbewerb aussetzt und sich
selbst überlässt. 3. Die geplante Budgetierung führt nicht zu einer Erhöhung der Finanzmittel und wird deshalb die Schulen (Schulleitungen) veranlassen, LehrerInnenstunden zu kapitalisieren, was zu Entprofessionalisierung und ungleichen sowie ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen in den Schulen führt. Auch die angedachte Erhöhung des Budgets durch Sponsoring verschärft die Ungleichheit zwischen den Schulen und schafft Abhängigkeiten von den Geldgebern. 4. Die geplanten Veränderungen in der Schulverfassung mit der Übertragung der Dienstvorgesetztenfunktion auf die Schulleiterinnen und Schulleiter und der gleichzeitigen Abschaffung der Gesamtkonferenz schränkt die demokratischen Mitgestaltungsmöglichkeiten der an Schule Beteiligten ein. Wirkliche Qualitätsverbesserung von Schule aber ist nur mit und keinesfalls ohne oder gegen die Beschäftigten zu erreichen. 5. Mit der geplanten Aushöhlung bzw. Abschaffung der Mittelbehörde
in der Schulverwaltung wird eine bisher wirksame Steuerungsmöglichkeit
aus der Hand gegeben, die in einem großen Flächenland
zwingend erforderlich ist, um eine einigermaßen gleichmäßige
Unterrichtsversorgung und schulfachliche Betreuung der Schulen
sicherzustellen. Die LDK lehnt die eigenverantwortliche Schule deshalb in der vom niedersächsischen Kultusministerium geplanten Form entschieden ab.
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