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Hochschule / Lehrerausbildung


02. Juni 2005
Pressemiteilung des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung


Bulmahn: „Die Konferenz von Bergen wird die Schaffung eines europäischen Hochschulraums voranbringen“


Bundesbildungsministerin zieht positives Fazit des Treffens der europäischen
Bildungsminister in Norwegen

„Die Ergebnisse der Konferenz der europäischen Bildungsminister in Bergen werden den
Bologna-Prozess ein entscheidendes Stück voranbringen.“ Das hat
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zum Abschluss der zweitägigen Tagung in
Norwegen festgestellt. Insgesamt hatten sich Ministerinnen und Minister aus
45 europäischen Staaten getroffen, um über die auf dem Weg zu einem gemeinsamen
europäischen Hochschulraum erreichten Ziele und die weiteren nötigen Schritte zu
sprechen.

Bulmahn: „Beim Stocktaking, der Bestandsaufnahme, hat sich gezeigt, dass die Staaten
unterschiedliche Ausgangspositionen einnehmen, was die flächendeckende Einführung von
Bachelor und Master angeht. Deutschland ist dabei gut aufgestellt. Schon mehr als ein
Viertel aller Studiengänge sind auf Bachelor und Master umgestellt.“ Das Stocktaking solle in
den nächsten Jahren fortgeführt und erweitert werden.

Neu in den Bologna-Prozess werden Armenien, Azerbaijan, Georgien, Moldawien und die
Ukraine aufgenommen.

Bulmahn sagte: „Darüber hinaus haben wir uns auf wechselseitig anerkannte Kriterien und
Methoden der Qualitätssicherung verständigt. Dies sichert vergleichbare Standards bei den
Bachelor- und Masterstudiengängen.“ Deutschland zähle zu den wenigen Ländern, die


SEITE 2 bereits einen nationalen Qualifikationsrahmen für Hochschulabschlüsse eingeführt haben.
Dieser sei kompatibel mit dem geplanten europäischen Qualifikationsrahmen und definiere
Kompetenzen sowie Lernergebnisse und erhöhe somit die Transparenz. Ferner sollen die
Grundlinien der Doktorandenausbildung erstmals ausgestaltet werden. Dabei wird die
Doktorandenausbildung stärker strukturiert und somit innerhalb Europas besser vergleichbar
gemacht. Die Doktorandenausbildung solle dabei sowohl die Ausrichtung auf den
allgemeinen Arbeitsmarkt als auch auf eine Forscherkarriere ermöglichen, so Bulmahn.

Um die Mobilität der Studierenden in Europa zu stärken, werde der sozialen Dimension ein
noch größeres Gewicht als bislang beigemessen. Bulmahn begrüßte ferner die Einbeziehung
der Sozialpartner als beratende Mitglieder in dem Bologna-Prozess, mit dem bis 2010 ein
gemeinsamer europäischer Hochschulraum geschaffen werden soll. „Arbeitgeber und
Gewerkschaften sind wichtige Partner für die weitere Umsetzung und tragen wie die
Vertreter der Hochschulorganisation eine große Verantwortung für die neue Studienstruktur.“

Die nächste Konferenz der europäischen Bildungsminister wird im Frühjahr 2007 in London
stattfinden.

 

 

   
   
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