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Pressemitteilungen DGB


18. Februar 2007
DGB: Ausbildungspakt-Ritual reicht nicht aus


Hartmut Tölle fordert Ausbildungssofortprogramm


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat den niedersächsischen Ausbildungspakt anlässlich seiner alljährlichen Neuauflage als „Ritual mit zweifelhafter Erfolgsbilanz“ bezeichnet. DGB-Landeschef Hartmut Tölle sagte: „Die Ausbildungssituation hat sich in Niedersachsen trotz Pakt von Jahr zu Jahr dramatisch verschärft.“ Ende Januar 2007 waren laut Regionaldirektion Niedersachsen – Bremen der Bundesagentur für Arbeit noch immer 1.553 Jugendliche ohne Ausbildung, 25 Prozent mehr als im Vorjahr (1.241). Damit steht Niedersachsen schlechter da als die übrigen westdeutschen Bundesländer. Diese konnten im Schnitt 62,2 Prozent der Jugendlichen, die Ende September 2006 ohne Ausbildung waren, bis Ende Januar nachvermitteln, Niedersachsen lediglich 53,6 %. Hartmut Tölle sagte: „Die Anstrengungen der Paktpartner in allen Ehren, aber der Ausbildungspakt allein reicht nicht aus. Immer mehr Jugendliche werden in Warteschleifen abgeschoben. Statt bloßer Willenserklärungen mit Minimalwirkung brauchen wir als Sofortmaßnahme ein Ausbildungsprogramm für 4.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in außerbetrieblichen Einrichtungen. Dieses könnte durch Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Langfristig ist die Einführung einer branchenbezogenen Ausbildungsumlage unabdingbar. Mit ihr werden diejenigen Betriebe, die ausbilden, finanziell entlastet. Betriebe, die auf Kosten anderer nicht ausbilden, müssen sich dann an den Kosten von Ausbildung beteiligen.“

   
   
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