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EUW


13. November 2007
VERA 2008 Mathematik


Viel Aufwand - wenig Nutzen

Ungekürzte Fassung des Beitrag von Dr. Klaus Weinrich, der in EuW 11/2008 erscheinen wird.

Am 08.05.2008 wurden in allen dritten Klassen der 16 Bundesländer, teils noch auf freiwilliger Basis, die VERA-Vergleichsarbeiten in Mathematik geschrieben. Von den Kindern waren 2 Aufgabenhefte zu bearbeiten. Für jedes Heft standen maximal 30 Minuten Bearbeitungszeit zur Verfügung. Nach der Bearbeitung von Aufgabenheft 1 war eine Pause zwingend vorgeschrieben. Insgesamt sollten die Schülerinnen und Schüler in 60 Minuten 32 Aufgaben lösen, d.h. es standen für jede Aufgabe knapp 2 Minuten Zeit zur Verfügung.

Die Testbedingungen wurden den Lehrkräften detailliert in der Handreichung „Vor den Vergleichsarbeiten: Didaktische Hinweise für Lehrkräfte“ (1) erläutert. Nach Durchführung des Tests mussten diese ausgewertet werden. Dazu waren ab 06.05.2008 die „Korrekturanweisungen für die Mathematikaufgaben 2008“ herunterzuladen, mit deren Hilfe eine einheitliche Auswertung der Tests gewährleistet werden sollte. Die Ergebnisse waren sodann online an den VERA-Server der Universität Landau zu übermitteln. Das Hochladen der Ergebnisse hatte bis zum 01.06.2008 zu erfolgen. Zwei Wochen nach dem Hochladen konnten erste Ergebnisse, nämlich die Fähigkeitsniveaus für einzelne Schülerinnen und Schüler und für die Klassen heruntergeladen werden. Der Vergleich mit dem jeweiligen Bundesland, die Lösungshäufigkeiten für einzelne Aufgaben und der faire Vergleich waren bis Anfang Juli noch nicht abrufbar. Auf freiwilliger Basis konnten die Lehrkräfte vom 29.04.08 bis 08.05.08, 12.00 Uhr eine Eingabe der Vorhersage für die Diagnosegenauigkeit machen, mit deren Hilfe die Lehrerinnen und Lehrer vorab einschätzen konnten, wie die Kinder ihrer Klasse die einzelnen Aufgaben lösen würden. Einzelheiten zu den eben gemachten Aussagen werden in den nächsten Abschnitten dargestellt.
Soweit in aller Kürze der Rahmen, in dem VERA Mathematik in diesem Jahr durchgeführt wurde.

Mit diesem Durchgang geht VERA in die vierte Runde. Mit dem Paradigmenwechsel von der Inputsteuerung zur Outputsteuerung im Bildungswesen gewinnen die Ergebnisse für die Bildungsbürokratie eine immer größere Bedeutung. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass im Land Nordrheinwestfalen die Ergebnisse von VERA und die von den Schulen auf Grund der Ergebnisse geplanten Maßnahmen der Schulaufsicht zu berichten sind. Darüber hinaus finden in diesem Bundesland die VERA Ergebnisse Eingang in die Qualitätsanalyse. Dort ist im Qualitätstableau bei dem Kriterium Fachkompetenzen im Punkt 1.2.2 festgelegt: „Die Ergebnisse der landesweiten Lernstandserhebungen (VERA, LSE 8) entsprechen den landesweiten Referenzwerten .“ (2) Die Ergebnisse von VERA sind also für die externe Evaluation zu einem tragenden Element geworden. Es stellt sich die Frage, ob diese herausragende Bedeutung gerechtfertigt ist. Dazu sollen im Bezug auf das Fach Mathematik im Folgenden drei ausgewählte Aspekte näher untersucht werden.

  • Reaktionen der Lehrkräfte bezüglich VERA Mathematik 2008
  • Testaufgaben in Mathematik 2008 und Bildungsstandards
  • Nutzen der Ergebnisse und der Rückmeldungen für die Arbeit in den Schulen

Gesamter Beitrag ist hier als PDF verfügbar
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